Blumendeller / Schulze, Kirchstraße [1]

ca. 1915
Hof Blumendeller (Foto von Anna Blumendeller)
V. r Arnold Blumendeller (gefallen), Elli Crismann geb. Növermann, Malchen Növermann, Emilie Böllert geb. Blumendeller, Heinrich Blumendeller, Heinrich Blumendeller (Auktionator), Heiner Linnhoff.

Das Patronatsrecht über die Kirche St. Matthias war ursprünglich mit dem Besitz des Schulzenhofes verbunden, bis es 1614 vom Rat der Stadt Soest erworben wurde. Mit dem Hoynkhof oder Schulzenhof verband sich auch das Schäfereirecht. Nach dem Bördekataster von 1685 [2] durfte der Schulte 300 Schafe halten. Der Hof umfasste zusammen mit dem Schwarzen Kotten 129¾ Morgen und war ehemals altes Lehen der Grafen von Arnsberg. Siehe auch: Auswertung der Schatzungsregister 1532 - 1685.

Heute bewirtschaftet der Eigentümer Ernst-Heinrich Blumendeller (geb. 1953) mit seiner Frau Mechthild geb. Jürgens (geb. 1948) 44 ha, davon sind 12 ha zugepachtete Fläche. Mechthild Blumendeller übt außerdem eine außerbetriebliche Tätigkeit als Zahntechnikerin aus.

Im landwirtschaftlichen Betrieb werden Getreide, Zuckerrüben, Erbsen und Raps angebaut, und die Schweinemast wurde zu einem wichtiger Betriebszweig. Der Hof ist einer der fünf Vollerwerbshöfe unseres Dorfes.

Die Generation, die den ehemaligen Schulzenhof vorher bewirtschaftete, war Heinrich (Heini) Blumendeller (1918-1996) und Anna geb. Behrens aus der Amper Mühle (geb.1928).

Heini Blumendeller wird vielen Meiningsern in guter Erinnerung sein, denn er hat viel Kraft in Schützenverein, Hegering und Kyffhäuserverein investiert und war lange als Presbyter und Kirchmeister tätig. Heinrich (Heini) Blumendeller wurde in Weddinghofen geboren, denn seine Eltern Ernst Blumendeller (1880-1959) und Anna geb. Crismann (1888-1979) bewirtschafteten dort einen Zechenpachthof.

Hofeserbe in Meiningsen war der Bruder Wilhelm geworden, der jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, als in seinem für damalige Verhältnisse großen Schweinebestand die Schweinepest ausbrach.


(Aus: Heimatkalender des Kreises Soest 1953)

Heini Blumendeller errang seit 1948 insgesamt 15 erste Preise mit Fortuna , die besonders geeignet für die Dressur- und Fahrprüfung war

1931 kam die Familie Ernst Blumendeller aus Weddinghofen mit den Kindern Marie (Behrens, Ampen), Emilie (Richthof, Paradiese), Anna (Bockholt, heute Meiningsen) und Heinrich (Heini) auf den elterlichen Stammhof zurück, um ihn zu kaufen.


Heinrich Blumendeller und Marie geb. Hengst - Urgroßeltern des Betriebsleiters (Foto von der Familie Bockholt)

Die Eltern des Käuferehepaars waren Heinrich Blumendeller und Marie geb. Hengst bzw. Anton Crismann und Florentine geb. Linnhof.

01.04.1999

Teich am Hof Blumendeller (Foto von Dela Risse)

Heute (1999) lebt das Eigentümerehepaar an einem malerischen Teich ...

30.03.1999
Wohnhaus des Betriebsleiterehepaars (Foto von Dela Risse)

... in einem Neubau an der Peripherie des Hofes, während ...

04.03.1999
Hof Blumendeller (Foto: Dela Risse)

... die Altenteilerin Anna Blumendeller auf der Hofstelle im großen Haus von 1900 ihre Wohnung hat. In der Kirche St. Matthias übte Anna Blumendeller mit viel Umsicht und Liebe den Küsterdienst aus.

Weitere Ansichten vom Hof Blumendeller.

Quellen

  1. Risse, Dela: Meiningsen: Gestern und heute. Siehe Literaturverzeichnis.
  2. Koske, Marga: Das Bördekataster von 1685. Siehe Literaturverzeichnis