Bäckerei Junker [1]

Bis ca. 1919 betrieben der Bäckermeister Wilhelm Junker (1871-1944) und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Müller (1870-1946) in der Meiningser Twiete Nr. 23 eine Bäckerei und einen Kolonialwarenladen.

Wegen einer Mehlstaub-Allergie mußte Bäckermeister Junker die Bäckerei aufgeben.

Die beiden Söhne des Ehepaares, Wilhelm (geb. 1900) und Karl (geb. 1905) wurden Lehrer und verließen nach der Ausbildung Meiningsen. Über Karl Junker gibt es etwas zu berichten.

Die Tochter Lina (1895-1987) übernahm das Haus 1928. Sie war seit 1925 verheiratet mit Heinrich Timmermann. Ihr Sohn Günter wurde 1926 geboren.

Frau Lina Timmermann wohnte bis 1965 in Meiningsen und zog dann zu ihrem Sohn Günter nach Arnsberg, wo sie bis zu ihrem Tode wohnte. Das Wohnhaus und die gegenüberliegende Scheune wurden 1965 wegen der Erweiterung der Kreisstraße an den Kreis Soest verkauft und dann abgerissen.

Der Großvater von Wilhelm Junker, Wilhelm Junker (1787-1842) war Windmüller in Meiningsen. Er war verheiratet mit Dorothee Anna Wilms (1801-1858). Diese stammte von dem Hofe Crismann-Brünger.

Weihnachten 1957
Auf der Dorfstraße rechts Haus Timmermann. (Foto von E. Wilhelm)
In der Haustür Lina Timmermann. Die drei spielenden Kinder v. l. Margret Kutsch, Monika Michaelis und Angelika Michaelis.

1965 wurde das Haus Timmermann wegen der Straßenerweiterung abgebrochen. Links ganz am Rand sieht man das Haus Michaelis / Pech.

09.12.2000
Eine ähnliche Ansicht in geringfügig anderer Perspektive 43 Jahre später.

Straßenansicht 23.11.2008
Eine weitere kleine Hilfestellung.

Quelle

  1. Marita Maas nach Angaben von Günter Timmermann in:
    Dela Risse: Meiningsen im Wandel der Zeit. Meiningsen 2001, S. 136. Siehe Literaturverzeichnis.