Die Twiete in Meiningsen

In der Twiete (in de Twiete) = schmaler oder enger Weg, Pfad, Steig zwischen den Häusern, aber auch den Gärten und Feldern innerhalb des Dorfes. [1]

Die Twiete ist durch die Schützenstrasse in einen westlichen und einen östlichen Teilabschnitt gegliedert.

Der westliche Teil der Twiete in Richtung Springstraße

17.07.1999

An der Ecke Springstrasse "entspringt" die Twiete inmitten schöner alter Fachwerkhäuser.

18.07.1999

Patina an diesem kleinen sehr ursprünglich gelassenen Haus.

die Satellitenschüssel wirkt ein wenig übermächtig13.08.1999

Das schnuckelige Haus der Familie Pinther.

24.07.1999

Plögers hatten von 1967 bis 1991 die Poststelle. Noch bis ins Jahr x wurde von hier die Post für Meiningsen ausgetragen.

Fachwerhaus, Grünsandsteinmauer, blühende Blumen - sonst noch was?18.05.1999

Das mehr als 300 Jahre alte Haus gehörte lange der Familie Steiger, jetzt ...

Der östliche Teil der Twiete

25.08.2002

Links unser uriges Meiningser "Hexenhäuschen", dahinter Haus Pech. Hier kreuzt die Schützenstrasse die Twiete. Früher war die Twiete die Hauptdurchgangsstrasse durch Meiningsen. Sie hieß im Volksmund die Königsallee - "wegen der Misthaufen vor jedem Haus" behaupten manche Einwohner ironisch.

29.09.2002

Auf der einen Seite der östlichen Twiete stehen dicht an dicht Wohnhäuser vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Leider wird diese, wie sich eine Analyse [2] der Stadt Soest zur Dorferneuerung 1990 ausdrückt, "Ensemblewirkung der ortsbildprägenden, historischen Gebäude durch die gegenüberliegende, moderne Bebauung stark beeinträchtigt und gestört." Weiter heißt es: "Dieser Städtebaulich unharmonische Bereich wird durch den hohen Versiegelungsgrad in den öffentlichen und privaten Flächen zusätzlich verstärkt. Der Bedarf an privaten Stellplatzflächen hat das dörfliche Grün in diesem Teilabschnitt ganz und gar zurückgedrängt"

Starke Worte. Wer hat damals nicht aufgepasst? Wir hoffen, dass sich alle dort wohnenden Meiningser trotzdem sehr wohl fühlen:

Meiningsen downtownMai 1999

Tatsächlich: Die größte Dichte an Satellitenschüsseln und Autos ist an dieser Stelle in der Twiete zu finden. Kein Wunder, denn hier ist auch die größte Einwohnerdichte.

04.03.2007

Dieses nette Fachwerkhaus droht leider zu verfallen. Streit einer Erbengemeinschaft ist verantwortlich für das große Ärgernis Twiete 18. Früher hatte hier Schuhmachermeister Wilhelm Brügger Werkstatt und Wohnung.

01.08.1999

Wir werfen einen Blick zurück auf den bisher gesehenen Teil der Twiete.

frisch eingezogen14.11.1999

Weiter im Osten Wohnhäuser neuerer Bauart. Durch ihren unaufdringlichen Baustil passen sie sich dem Dorfbild gut an. Das Wohnhaus links ist bei einem Brand im Dezember 2003 vernichtet worden.

quer über den Hof17.07.1999

Mitten drin: der Hof von Karl-Wilhelm Müller.

25.07.2004

Hier ist oft landwirtschaftlicher Betrieb. Wenn auch die Viehhaltung mittlerweile längst Geschichte ist.

25.07.2004

Zum Hof Müller gehört ebenfalls das auf der gegenüberliegenden Seite stehende Wohnhaus.

10.04.2005

Neues Wohnhaus an der Stelle des im Dezember 2003 abgebrannten Hauses.

28.12.1999

Hier trifft die Twiete wieder auf die Schützenstrasse. Mittlerweile ist die Weide im Vordergrund bebaut.

Quellen

  1. Krift, Willi: Bearbeitung der Meiningser Flurnamen nach Hugo Schoppmann [3]. Siehe Literaturverzeichnis.
  2. Dorferneuerung Meiningsen. Juli 1990 Band 1. Stadt Soest.

Siehe auch

Fachwerkhäuser in der Kirchstrasse

Unsere heimischen Flurnamen